
Pelletpreise rutschen ins Frühjahr
13.03.26 • 18:35 Uhr • HeizPellets24 News • Oliver Klapschus
Die Pelletpreise sind seit der letzten Februar-Woche rückläufig und zeigen im März eine klar fallende Tendenz. Verbraucher können damit optimistisch aufs Frühjahr blicken. dass sich die Preisspitze zügig abbaut und sich noch vor der Jahresmitte günstige Kaufgelegenheiten ergeben.
Nach einem Pellets-Jahr 2025, mit starken Schwankungen und Spitzenpreisen über 400 Euro je Tonne Pellets, die sich bis in den Februar 2026 zogen, stehen die Weichen auf Entspannung. Ausgangs des Winters beginnen die Pelletpreise zu fallen. Ein preistreibender Faktor waren zuletzt Lieferengpässe in Polen. Infolge des staatlich geförderten Austauschs alter Kohlekessel trafen bei unseren östlichen Nachbarn zahlreiche neu installierte Pelletheizungen auf die Kältewelle. Die kurzfristige Nachfrage überstieg das Angebot. Dieser Faktor fällt mit den verbreitet frühlingshaften Temperaturen nun weg. Pelletproduzenten und -händler können Lagerbestände aufbauen und die Lieferketten finden zurück zur Normalität. Damit entwickelt sich der Pelletmarkt aktuell konträr zum Ölmarkt und kann die Vorteile der regionalen, nationalen und europäischen Handelsstrukturen ausspielen.
Während die vom Weltmarkt diktierten Heizölpreise seit Anfang März infolge der Kriegshandlungen am Persischen Golf steil nach oben geschossen sind, haben die Pelletpreise den Rückwärtsgang eingelegt. Zu Stand 13. März 2026 kostet eine Tonne lose Holzpellets in Deutschland rund 383 Euro (bundesweiter Durchschnittspreis bei Gesamtabnahme von sechs Tonnen zzgl. Einblaspauschale) und damit fast 20 Euro weniger als vor einem Monat. Sackware fällt ebenfalls im Preis, notiert aber noch oberhalb der 400-Euro-Marke bei 410 Euro je Tonne. In Österreich liegt das Preisniveau bei ebenfalls fallender Tendenz noch rund 20 Euro über dem Deutschen. Der deutlich kleinere Schweizer Markt für Holzpellets zeigt weiterhin kaum Preisbewegungen und ein Niveau von rund 450 Fanken je Tonne. Ein erstes Spekulationsziel für Verbraucher ist, bezogen auf die deutschen Preise, im Bereich von 360 Euro je Tonne Pellets zu verorten – ein Niveau, das im November und Dezember 2025 längere Zeit Bestand hatte. Dass die Pelletpreise auf oder unter 300 Euro je Tonne rutschen, erscheint vorerst unrealistisch, da bei fallenden Preisen sehr viel Nachfrage in den Markt kommen dürfte. Viele Kunden sind nur noch knapp bevorratet und werden nach den Erfahrungen der letzten Jahre bei Zeiten handeln. Im Durchschnitt der letzten 10 Jahre waren Holzpellets im zweiten Quartal über zehn Prozent günstiger als im Rest des Jahres.
Für den Fall einer anhaltenden Öl- und Gaskrise wird es interessant zu beobachten sein, ob im Sommer die Nachfrage nach Pelletheizungen steigt und die fast zweijährige Absatzflaute bei der Heizungsmodernisierung beenden. Nach den Kontroversen um das Heizungsgesetz könnten plötzlich marktwirtschaftliche Überlegungen von Immobilienbesitzern den Ausweg aus der subventionsgetriebenen Sackgasse im Heizungsmarkt aufzeigen.
In der Momentaufnahme von Mitte März sind Holzpellets als Brennstoff mit ca. 7,6 Cent je kWh deutlich günstiger als Heizöl mit 13,3 Cent je kWh. Die rechnerische Amortisationsdauer der im Vergleich teureren Pelletheizung verkürzt sich damit deutlich. Die Strom- und Gaspreise für Endverbraucher zeigen sich kurzfristig noch unbeeindruckt von Irankonflikt. Besonders Gas dürfte infolge deutlich gestiegener Großhandelsnotierungen allerdings in Kürze nachziehen. -ok-
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| Pelletspreis | Freitag 13.03.2026 18:35 Uhr | Schluss Vorwoche 06.03.2026 | Veränderung zur Vorwoche |
|---|---|---|---|
Deutschland | 387,64 € | 389,66 € | -0,52% |
Österreich | 408,70 € | 415,76 € | -1,70% |
Schweiz | 481,05 CHF | 481,04 CHF | 0,00% |
| Ø 1.000 kg Preis bei 6.000 kg Gesamtabnahme | |||
